Pressemitteilung – Anschlag in St. Petersburg

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 Anschlag in St. Petersburg

 Am frühen Montagnachmittag erschütterte eine Bombenexplosion die U-Bahn in St. Petersburg, eine zweite Bombe in einem U-Bahnhof, die nicht detonierte, konnte rechtzeitig entschärft werden. Bei diesem Anschlag verloren laut Medienangaben mindestens 14 Menschen ihr Leben, rund 50 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Der Selbstmordattentäter stammt übereinstimmenden Berichten zu Folge aus Kirgisistan und war russischer Staatsbürger.

Die Sicherheitsvorkehrungen in St. Petersburg, das bislang von Anschlägen mit Toten verschont war, wurden daraufhin erhöht. Aber ein Erhöhen alleine reicht nicht aus, solange man nicht das Übel an der Wurzel packt und versucht, dem steigenden Extremismus Einhalt zu gebieten. Die weltweite demographische Entwicklung und die damit einhergehenden kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Konflikte sowie ungleichmäßig verteilter Materialismus und der Kampf um die Rohstoffe werden die Situation weiter befeuern. Solange es Menschen gibt, die den Terrorismus fördern, können wir nur reagieren.  Zum Wohle von uns allen, müssen wir uns dem jedoch mit unverminderter Kraft entgegenstellen.

Der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland verurteilt den Anschlag in St. Petersburg auf das Schärfste. Unsere Gedanken gelten den Hinterbliebenen der Opfer und den Verletzten. Möge Gott ihnen in diesen schweren Stunden Kraft schenken und den Seelen der Verstorbenen gnädig sein.

München, 04.04.2017

Mike Malke
Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland e.V.

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