SOLIDARITÄT MIT VERFOLGTEN CHRISTEN – Schweigemarsch am 22.4.2017

Der Extremismus wahabitischer Natur nimmt zu.
Spannungen entstehen, ausgelöst durch Hassprediger, die z.B. in Saudi Arabien indoktriniert wurden und gegen Christen, Andersdenkende, Andersgläubige, Atheisten… hetzen.
Die Folge dieser Ausrichtung des sunnitischen Islams, unterstützt durch private Finanzierer aus arabischen Ländern und vom Westen als machtvolles Instrument zur Bekämpfung unliebsamer Regime benutzt, zieht weiterhin eine Blutspur durch beispielsweise die koptische Kirche in Ägypten.

Die verheerenden Anschläge der letzten Wochen waren nur ein weiterer blutiger Akt der Verblendeten, die sich gegen all das richten, was wir als menschlich definieren.
Die ganze Welt, inklusive der wichtigen sunnitischen Institutionen, beteuert nun ihr Beileid.
Wozu eigentlich?
Das Muster wird sich wiederholen: St. Petersburg, Stockholm, Ägypten… weitere Länder werden folgen.
Dies wird solange geschehen, solange fundamentale Probleme nicht gelöst werden.

An erster Stelle steht der Absolutheitsanspruch des Islams, der leider Realität ist und innerhalb orthodoxer Strömungen solche Attentate fordert und in gemäßigteren Strömungen immerhin toleriert wird.
Auch wenn es schwer fällt das einzugestehen, so muss man akzeptieren, dass der Islam ein Gewaltproblem hat.

Es drängt sich immer mehr die Frage auf, wann endlich führende sunnitische Geistliche das Problem angehen wollen.
Und es drängt sich immer mehr die Frage auf, warum es den hiesigen Medien so wenig wert ist darüber zu berichten.
Ein kurzes Aufflackern in den Medien und das war es dann.

Wann erkennen diese endlich, dass es bei den Angriffen auf Christen um weitaus mehr als nur den Glauben geht.
Es ist ein Angriff auf alles was die westliche Kultur, in Verbindung mit Individualismus und Humanismus, ausmacht.
Eine Kultur, die allen Menschen, unabhängig an was sie glauben oder nicht glauben, freie Entfaltung zusichert.

Die Angreifer in Ägypten, die eine Messe in ein Blutbad verwandelt haben, entstammen dem gleichen Couleur, welches in Frankfurt, mitten in einer europäischen Metropole, die „Lies“ Aktion startete und Kämpfer für extremistische Gruppierungen im Nahen Osten rekrutierte.
Und genau hier werden wir nun, Christen, Nichtchristen, Humanisten, Demokraten, einfache Bürger dieses Landes …, die nicht mehr wegsehen können, ein Zeichen setzen.

Gemeinsam werden wir uns gegen Gewalt und Extremismus stellen…

Gemeinsam werden wir die Aspekte in den Strömungen des Islams verurteilen, die Menschen ausgrenzen, sie zu Wesen zweiter Klasse machen oder diesen sogar gänzlich das Leben absprechen.

Jedem Bürger dieses Landes steht es frei, sich an unserem Schweigemarsch am 22. April 2017, 13 Uhr, zu beteiligen.
Weiteres ist dem Flyer zu entnehmen.

Simon Jacob,
Friedensbotschafter – Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland e.V.

 

 

Folgende Organisationen mit Rednern (Liste wird im Laufe der nächsten Tage erweitert), werden am Schweigemarsch teilnehmen:

Fuat Demir, 1. Vorsitzender – Internationale Gesellschaft Orientalischer Christen e.V.
Simon Jacob, Friedensbotschafter Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland e.V.
Evangelische Allianz Frankfurt – folgt
Koptische Gemeinden Deutschland – folgt
Rum. – Orthodoxe Kirche – folgt
Syrisch – Orthodoxe Kirche – folgt